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Was einst zur kriegerischen Auseinandersetzung und zur jagdlichen Nahrungsbeschaffung entwickelt wurde, findet heute überwiegend seinen Einsatz im sportlichen Wettkampf. Bereits zum Ende der großen Ära von Vorderladern Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sportliche Vergleichswettkämpfe auch auf internationaler Bühne mit enormem Publikumsinteresse über Distanzen bis zu 1.000 Metern ausgetragen.

In Deutschland war das Vorderladerschiessen nach dem Weltkrieg zunächst in Vergessenheit geraten. Erst in den 1970igern entwickelte sich die diese Sparte des Schießsports neu. Die Waffenhersteller reagierten schnell mit einem entsprechenden Angebot von Repliken historischer Vorbilder. Was zunächst als Spaßfaktor neben regulären Schießsportdisziplinen startete, wurde durch die Sportverbände schnell als eigene Sparte mit diversen Wettkampfdisziplinen weiterentwickelt. Heute werden Wettkämpfe auf nationaler und internationaler Bühne bis hin zu Weltmeisterschaften ausgetragen. Gleichwohl ist die öffentliche Aufmerksamkeit im Vergleich zu damals eher gering.

Heute tragen die Vorderladerschützen Wettkämpfe mit Pistole, Revolver, Gewehr und Flinte aus. Die Distanzen reichen dabei von 25 m mit der Kurzwaffe und von 50 bis 100 m mit der Langwaffe. Das damals so beliebte Long Range Schießen bis 1.000 m wird aus Mangel an zugelassenen Schießständen nur noch durch wenige Spezialisten an einigen Orten betrieben. Neben solchen Disziplinen, bei denen in moderner Sportkleidung geschossen wird und nur noch das Sportgerät dem historischen Vorbild entspricht, gibt es auch Sparten wie z. B. das Cowboy Action Shooting, bei dem das Outfit und das komplette Equipment historisch korrekt sein muss. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich der Vorderladerschießsport vom amateurhaften Treiben einiger Enthusiasten zum sportwissenschaftlich unterstützten Leistungssport auf internationaler Ebene. Im Vergleich stehen die deutschen Schützen international regelmäßig an erster Stelle.