Der Antrieb unserer Geschosse

                                                                                                                        

„Schwarzpulver ist nicht gleich Schwarzpulver!“

Schwarzpulver ist keine chemisch-einheitliche Verbindung, sondern ein Gemisch mehrer Elemente bzw. Verbindungen, deren Zusammensetzung je nach Produkt variiert. Dieses Gemisch besteht üblicherweise aus Kaliumnitrat, Schwefel und Holzkohle. Zum Vorderladerschießen darf in Deutschland ausschließlich fabrikmäßig hergestelltes Pulver verwendet werden. Fabrikmäßig hergestelltes Pulver wird durch die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (kurz BAM) getestet und für jeweilige Verwendungszwecke freigegeben. 

Maßgeblich für die Verwendung in Vorderladerwaffen sind die Verwendungsschlüssel:

  • 1015 - Der Explosivstoff darf bestimmungsgemäß nur als Treibmittel zum Vorderladerschießen verwendet werden.
  • 1022 - Der Explosivstoff darf bestimmungsgemäß nur als Treibmittel zum Vorderladerschießen sowie zum Laden und Wiederladen von Munition verwendet werden.
  • 1028 - Der Explosivstoff darf bestimmungsgemäß nur als Treibmittel zum Vorderladerschießen, zum Laden und Wiederladen von Munition sowie zum Böllerschießen verwendet werden.
  • 1029 - Der Explosivstoff darf bestimmungsgemäß nur als Treibmittel zum Vorderladerschießen und Böllerschießen verwendet werden. 

Siehe Liste der Verwendungsbestimmungen für Treibmittel 

Unbedingt ist darauf zu achten ist, dass nicht jedes s. g. Jagdschwarzpulver, welches für das Vorderladerschießen zu verwenden ist, ebenfalls zum Böllern bzw. Laden von SP – Patronen zugelassen ist! In dieser Liste sind alle durch die BAM zugelassenen Schwarzpulver mit Angabe der Verwendungsbestimmungen und Auflagen enthalten. Grundsätzlich wäre durch das SprengG auch der Gebrauch für den Verwendungszweck „Vorderladerschießen“ zugelassener Schwarzpulverersatzstoffe möglich. Der Einsatz von Ersatzstoffen ist jedoch durch die Sportordnung des DSB explizit ausgeschlossen. 

Selbstverständlich ist der Einsatz zugelassener Treibladungspulver aus dafür bestimmten Waffen. Diese müssen i. d. R. einen „Schwarzpulverbeschuss“ besitzen. 

Externe Links: